Management & Booking

 

Literatones e.K.

Gerd Berghofer

Verlag & Medienagentur

Saazer Straße 4

91166 Georgensgmünd

Nr.1967

Foto: Oliver Heinl

​​Gerd Berghofer schreibt für sein Leben gerne und rezitiert ebenso gerne Texte. Er gehört zu den glücklichen Menschen, die ihre Neigung zum Beruf machen konnten: Publizist und Rezitator. Über Schule, Ausbildung, erste und zweite Bildungswege, Studium sowie berufliche Tätigkeiten und auch einige Literaturpreise ließe sich hier lange und ausführlich schreiben, nur: Der Mann legt keinen Wert darauf.

​​​

Wichtig ist ihm, dass ihm seine Neugier erhalten bleibt. Dass er Dingen nachspüren kann, solange er das für richtig hält und bis er glaubt, das lange genug getan zu haben. Wichtig findet er auch die Bringschuld, die er als Künstler gegenüber seinem Publikum hat. Nuschelnde Autoren haben ihn schon immer genervt. Oder klassiche Lesungen an sich: Dort ein Tisch, dahinter ein Autor, der unterm Tisch mit den Füßen zappelt, vor sich ein Glas Wasser, eine Lampe - ein Klischee. Berghofer mag das alles nicht. Er spricht am liebsten frei und versucht, die Literatur zu inszenieren. Er tut dies im Stehen und weil seine Art des Vortrags etwas Besonderes ist, bedarf es auch einer geschulten Stimme. Gerd Berghofer nahm Schauspielunterricht und ließ seine Stimme ausbilden. Er weiß die Sprache und Stimme seitdem als Werkzeug einzusetzen, mit dem er einen Text bearbeiten kann, damit er dem Hörer nahekommt. 

 

Bislang schrieb er fünf Gedichtbände, veröffentlichte eine CD mit Gedichten, verknüpft mit Jazzmusik. Er schrieb eine Erzählung mit dem Titel "Beziehungen und andere Feindschaften" und eine mit dem Titel "Der Tod der Feigenverkäuferin". Dr. Karl Corino, ehemaliger Juror des Bachmannwettbewerbs, schrieb darüber: "Solide erzählt". Gibt es für einen Erzähler ein größeres Lob? Die erste Auflage war sofort vergriffen. 

Etliche Hörbücher hat er eingesprochen. Mit seinen Rezitationsprogrammen tourt er durch ganz Deutschland. Insbesondere Schulen wissen seine Programme sehr zu schätzen. Für ihn ist das ein Beitrag zur Hör- und Lesekompetenz. Im September 2007 erschien seine Erzählung "Der Tod der Feigenverkäuferin - eine Erzählung vom Gardasee".

Im Jahr 2010 erschien die Biografie über den Botaniker Friedrich Merkenschlager. Seitdem recherchierte er die Lebenswege jüdischer Georgensgmünder und schrieb zwei Bücher darüber: "Die Anderen". Begleitet wurde das erste Buch von einer Ausstellung; in Buch und Ausstellung legte Berghofer viel Herzblut. Das Buch wurde ein unglaublicher Erfolg und rauschte sofort in die zweite Auflage. Die Ausstellung hingegen, an nur 10 Tagen geöffnert, lockte über 1.000 Personen an. Die Fortsetzung mit "Die Anderen 2" im Jahr 2017 schloss sich dem nahtlos an.

Seit dem Jahr 2013 schreibt Berghofer regelmäßig seine "Freitagsglosse", die zu einer Kolumne im Hilpoltsteiner Kurier wurde. Mal politisch, mal unpolitisch, manchmal bitter und auch böse. Aber immer trifft der Autor einen Nerv.  In zwei mittlerweile vergriffenen Büchern wurden die Freitagsglossen bis 2016 veröffentlicht. Seitdem werden sie nur noch per Email versendet. Bei Interesse sehen Sie sich die Seite "Freitagsglossen" an. Darüber hinaus schreibt Berghofer für Zeitschriften und ist freier Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks.

Privat verbringt Berghofer seine Zeit am liebsten zuhause in Georgensgmünd - angesichts der vielen Reisen verständlich. Er liebt orientalisches und asiatisches Essen, kocht gerne selbst und hat eine Schwäche für Kichererbsen und Riesling. Er mag keine Ungerechtigkeiten und auch keinen Kuchen. Ehrenamtlich engagiert er sich als Archivpfleger der Gemeinde Georgensgmünd, als Führer von Touristen durch den Ort und als Mitglied des Gemeinderats.  Nach seinem Lieblingszitat gefragt, antwortet er gerne mit Brecht: "Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war."

 

(Guido Labán)