




"Der Sturm ist da!"
Der literarische
Expressionismus
Die Zeit um den 1. Weltkrieg
herum gehörte zu den
fruchtbarsten unserer Sprache. Namen wie Georg Heym, Jakob van Hoddis,
Ernst Stadler, Else Lasker-Schüler, Alfred Lichtenstein waren
in aller
Munde. Stadler und Lichtenstein, Gerrit Engelke, Reinhard Sorge, Ernst
Wilhelm Lotz oder Gustav Sack verreckten in den Materialschlachten an
der West- und an der Ostfront, oder an den Folgen, wie Georg Trakl. Die
Ästhetik des Häßlichen fand einen
Fürsprecher in Gottfried Benn. Die Stadt wurde ebenso
thematisiert wie der Vater-Sohn-Konflikt, die Kriegsangst wie die Angst
vorm Weltuntergang. Eine Generation, deren Schreie erstickt wurden, die
sich die Literatur als Kanal suchten und fanden.
So entstanden damals kritische Texte, die mit der
Vatergeneration abrechnen wollten, aber auch Texte von unglaublicher
Kraft und Schönheit. Gerd Berghofer wird wie immer in seinen
Programmen
nicht nur die Texte erklären und sprechen,
sondern die Dichter auch biographisch vorstellen. Viele Namen, auf die
Berghofer eingeht, sind heute vergessen.Das Programm ist eine Hommage
an eine (fast) vergessene Literatur.

